22. Dezember 2025 bis 14. Jänner 2025 – Ein Bericht von Pascale Vayer

Als wir diese Reise geplant hatten, wollten wir vor allem die Kinder wiedersehen, die wir seit so vielen Jahren begleiten. Nach einem anstrengenden Jahr 2025 – geprägt von der Rückführung der ukrainischen Kinder aus Kropyvnytskyi, dem andauernden Krieg, politischen Krisen und dem plötzlichen Ausbruch eines brutalen Konflikts in Kambodscha – hofften wir, ein wenig Stabilität zu schenken, den Kindern wie auch uns selbst.
Doch bei unserer Ankunft fanden wir ein Land vor, das in Angst lebt.
Am 27. Dezember wurde ein Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha unterzeichnet, aber niemand weiß, wie lange er halten wird.

Ein Land erneut von der Geschichte erschüttert

Seit Mai 2025 wird die Grenze zwischen Thailand und Kambodscha von schweren Kämpfen verwüstet. Dörfer wurden zerstört, Familien fliehen, Notunterkünfte sind überfüllt. Das Land stürzt erneut in ein tiefes Trauma, das noch immer von den Wunden des Roten-Khmer-Genozids geprägt ist. Der Tourismus, lebenswichtig für die Wirtschaft, ist eingebrochen, und viele glauben, dass diese „Blitzkrise“ Kambodscha um eine ganze Generation zurückgeworfen hat.

Und dennoch empfingen uns die Kambodschaner mit einer tief berührenden Herzlichkeit.
Sie teilen das Wenige, das sie haben, unterstützen die Vertriebenen und helfen einander ohne zu zögern. Ihre Solidarität inmitten des Leids ist eine wahre Lektion in Menschlichkeit.

Wiedersehen mit „unseren“ Kindern

Trotz der schwierigen Lage konnten wir Zeit mit den Kindern der beiden Zentren verbringen, die wir seit 2019 unterstützen: in Phnom Penh und in Banlung, im Herzen des Ratanakiri.
Diese Zentren ermöglichen Kindern, deren Familien in extremer Armut leben, zur Schule zu gehen und in ihrer Ausbildung begleitet zu werden – mit dem Ziel, sie so lange zu unterstützen, bis sie einen Beruf erlernt haben und ein würdevolles Leben führen können.
Während unseres Aufenthalts konnten wir den Kindern auch einige Momente der Freude schenken, dank kleiner Überraschungen und Aktivitäten: ein Tag in einem Wasserpark, Spiele im Park und sogar Baden unter Wasserfällen.

Ihr Lachen klingt noch immer in unseren Herzen nach.
Ihr Glück – auch wenn es nur kurz war – erinnert uns daran, warum wir all dies tun.

Was das Leben der Kinder in unseren Zentren jetzt wirklich verändern kann:

 

  • Schulische Unterstützung, damit sie trotz der Instabilität Fortschritte machen können.
  • Sensibilisierung und Ermutigung der Familien, damit sie ihre Kinder weiterhin zur Schule schicken, statt kurzfristige Überlebensstrategien vorzuziehen.
  • Verhinderung von Schulabbrüchen bei Kindern ethnischer Minderheiten, die manchmal aus den Zentren genommen werden, um bei der Reis- oder Cashewnussernte zu helfen.
  • Unterstützung für höhere Bildung: Da Universitätsstudien kostenpflichtig sind, möchten wir Stipendien an Jugendliche vergeben, die die Sekundarschule abgeschlossen haben, damit sie eine universitäre oder berufliche Ausbildung beginnen können.
  • Bau einer neuen Küche in unserem Zentrum in Banlung (Provinz Ratanakiri): Die starken Regenfälle zwischen Juni und Oktober haben das Gebäude, in dem sich Küche und Speisesaal befinden, stark beschädigt – besonders die Fundamente. Eine sichere und dauerhafte Struktur ist unerlässlich, um die tägliche Versorgung der Kinder zu gewährleisten.

 


 

Die Kinder brauchen heute mehr denn je Stabilität, Schutz und Zukunft. Unser Engagement ist für sie ein fester Anker in einer Welt, die um sie herum ins Wanken geraten ist.

 


Zwischen Pessimismus und Hoffnung

Wir verlassen Kambodscha mit gemischten Gefühlen: Traurigkeit angesichts des Leids, Bewunderung für die Stärke dieses Volkes und der tiefen Überzeugung, dass unsere Arbeit heute wichtiger ist denn je.


Helfen Sie uns helfen – Gemeinsam schenken wir Hoffnung!

Jede Spende – selbst ein kleiner Beitrag – verändert das Leben eines Kindes sofort.

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar

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