Ein bewegender Reisebericht aus Odessa über Krieg, Menschlichkeit und Hoffnung.
Pascale Vayer, kleine herzen – Odessa, Ukraine, vom 23. bis 30. April 2026
Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützt kleine herzen die verletzlichsten Kinder in der Ukraine. Im Laufe der Jahre hat mir dieses Engagement ermöglicht, ein wunderschönes und zugleich zutiefst gezeichnetes Land kennenzulernen. Bis vor Kurzem jedoch führten mich meine Reisen nie nach Odessa, der großen Hafenstadt am Schwarzen Meer.
Odessa ist eine weltoffene Stadt: breite, von Bäumen gesäumte Boulevards, die Potemkin-Treppe, die zum Meer hinabführt, ein Hafen, der den Blick in die Ferne öffnet, und atemberaubende Sonnenaufgänge … Und doch ist diese Stadt heute schwer vom Krieg gezeichnet.
Jede Nacht kündigen Sirenen neue Bombardierungen an. Jeden Morgen zählt die Stadt ihre Toten und Verletzten. Während meines Aufenthalts wurde das Stadtzentrum ganz in der Nähe des Ortes getroffen, an dem ich mich aufhielt: Ein Kindergarten, ein Hotel und mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt. Diese unmittelbare Nähe zum Krieg macht eine schreckliche Realität deutlich:
Gemeinsam mit unserem Partner Caritas-Spes Odessa konnte ich mehrere Zentren besuchen, die Kinder aus Familien in großer Not aufnehmen – überwiegend Geflüchtete aus besetzten Gebieten – sowie ein Zentrum für Kinder, die mit HIV leben.
Unter Bedingungen extremer Unsicherheit kämpfen Therapeut:innen, Pädagog:innen und Freiwillige jeden Tag dafür, die seelische Gesundheit, die Würde und die Hoffnung dieser Kinder zu bewahren.
Im Zentrum “Hope” arbeiten die Kinder mit Ton: Sie formen, malen und gestalten. Aus ihren Händen entstehen kleine Kätzchen aus Keramik, bemalt mit schönen leuchtenden Farben – wahre Symbole der Hoffnung mitten im Krieg.
Pro Spende ist nur ein Geschenk möglich.
(*) Die kleinen Keramikkatzen sind ab Juli 2026 verfügbar, vorausgesetzt, die Sicherheitslage in dieser Region der Ukraine erlaubt den Transport.
Sollte sich die Situation vor Ort verschärfen, kann das Geschenk leider nicht zugestellt werden.
Als mich ein junges Mädchen fragte, ob ich keine Angst hätte, in Odessa zu sein, antwortete ich:
“Ja, manchmal ist die Angst da – aber sie zählt nicht angesichts des Mutes, der Würde und der Stärke des ukrainischen Volkes.”
Heute brauchen die Kinder der Ukraine unsere Unterstützung mehr denn je.
Bleiben wir solidarisch.
Unterstützen wir die Kinder der Ukraine.