Tausende ukrainische Kinder wurden gewaltsam deportiert – getrennt von ihren Eltern, ihrer Heimat, ihrer Identität. Nur ein Bruchteil konnte bisher zurückkehren.
Seit Beginn der russischen Großinvasion wurden mehr als 20.500 ukrainische Kinder rechtswidrig deportiert oder zwangsweise in besetzte Gebiete und nach Russland gebracht. Bis heute konnten nur etwas mehr als 2.100 Kinder in ihre Heimat zurückkehren. Die tatsächliche Zahl der betroffenen Kinder dürfte deutlich höher sein.
Viele dieser Kinder werden von ihren Familien getrennt, erhalten russische Dokumente und sind Versuchen der Russifizierung ausgesetzt. Internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen fordern deshalb verstärkte Maßnahmen, um diese Kinder zu finden, zu schützen und zu ihren Angehörigen zurückzubringen.
Die illegale Deportation von Kindern gilt als schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht. Im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Wladimir Putin und Maria Lwowa-Belowa wegen der mutmaßlich rechtswidrigen Deportation ukrainischer Kinder.
Quellen:
Die Reise der Familien, um ihre Kinder mit der Unterstützung von Save Ukraine abzuholen, ist lang und gefährlich. Aber jede Mutter, deren Kind von den russischen Streitkräften verschleppt wurde, ist bereit, ihr Leben zu riskieren, um ihr Kind/ihre Kinder zu finden.
Der Rückführungsprozess ist teuer, ca. 2.500 EUR pro Kind, und beinhaltet die Kosten für die lange und riskante Reise, die Hotel- und Verpflegungskosten sowie die Verwaltungskosten. kleine herzen hat sich verpflichtet, Save Ukraine bei ihrer Mission zu unterstützen.
Bisher konnten wir die Rückführung von 60 Kindern finanzieren.
Alle Spenden werden in voller Höhe an Save Ukraine überwiesen.
Die geringe Zahl erfolgreich zurückgeführter ukrainischer Kinder hat mehrere komplexe und ernste Gründe:
Russische Blockade und fehlende Kooperation:
Russlands Behörden verweigern die offizielle Rückgabe ukrainischer Kinder und verzögern deren Repatriierung gezielt. Diese bewusst mangelnde Zusammenarbeit gilt als Hauptgrund für die äußerst geringe Zahl zurückgeführter Kinder.
Russifizierung und Adoption in Russland:
Viele verschleppte Kinder wurden in russischen Familien untergebracht, ihnen wurde die russische Staatsbürgerschaft erteilt und sie wurden zur Adoption freigegeben. Durch diese gezielte Integration der Kinder in Russland wird ihre Rückführung massiv erschwert bzw. faktisch verhindert.
Fehlende internationale Durchsetzungsmöglichkeiten:
Es gibt kein verbindliches Verfahren im Völkerrecht, um verschleppte Kinder zwangsweise zurückzuführen. UN-Resolutionen und Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs belegen zwar Russlands Verantwortung, lassen sich aber ohne russische Kooperation nicht praktisch durchsetzen.
Mangel an Informationen und Zugang:
Ohne russische Mitwirkung fehlen verlässliche Daten über den Verbleib vieler Kinder, und humanitärer Zugang zu den besetzten Gebieten besteht kaum. Kinder aufzuspüren und eindeutig zu identifizieren, ist daher extrem schwierig.
Sicherheitsrisiken und Kriegsbedingungen:
Die andauernden Kampfhandlungen sowie fehlende sichere Korridore verkomplizieren die Rückholung erheblich. Rettungsaktionen können oft nur unter hohen Risiken und großem logistischem Aufwand stattfinden.
Begrenzte Hilfs- und Vermittlungskapazitäten:
Aktuell erfolgen Rückführungen fast ausschließlich in kleinen Gruppen durch aufwendige Einzelaktionen (z. B. NGO-Missionen) oder diplomatische Vermittlungen. Pro Verhandlungsrunde können oft nur sehr wenige Kinder zurückgeholt werden, was den Gesamtfortschritt bremst.
Quelle: ohchr.org
Die Aggression Russlands hat dazu geführt, dass die Menschenrechte unzähliger ukrainischer Kinder verletzt wurden. Hunderte von Kindern wurden getötet oder verletzt, und Millionen von ihnen wurde die Möglichkeit verwehrt, ihre Grundrechte zu genießen, einschließlich Gesundheitsversorgung und Bildung.
Der Krieg hat auch zur internen und externen Vertreibung von Millionen von Menschen geführt, wodurch viele Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, von ihren Eltern oder Betreuern getrennt zu werden. Tausende ukrainische Kinder, darunter auch ganze Waisenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wurden an andere Orte in der Ukraine sowie in andere Mitgliedstaaten des Europarats und darüber hinaus evakuiert.
Alle Spenden werden in voller Höhe an Save Ukraine überwiesen.