Sie wurden ihren Familien entrissen. Jetzt brauchen sie uns.

Tausende ukrainische Kinder wurden gewaltsam deportiert – getrennt von ihren Eltern, ihrer Heimat, ihrer Identität. Nur ein Bruchteil konnte bisher zurückkehren.

Dank der kontinuierlichen Bemühungen unseres Partners Save Ukraine konnten bisher etwa 1.300 entführte ukrainische Kinder aus Russland zurückgeholt und wieder mit ihren Familien in der Ukraine zusammengeführt werden.

Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden insgesamt etwa 19.500 Fälle zwangsweise deportierter oder verschleppter ukrainischer Kinder dokumentiert – allerdings konnten bis Ende 2025 nur knapp 2.000 von ihnen erfolgreich zurückgeführt werden. Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen, wie dringend weitere Maßnahmen erforderlich sind, um diese Kinder mit ihren Familien zu vereinen und ihnen Schutz sowie angemessene Betreuung zu bieten.

Die Gesamtzahl seit 2014 lässt sich schwer beziffern: Russische Vertreter sprechen von Hunderttausenden ukrainischen Kindern (teils in Begleitung ihrer Eltern), die seit Ausbruch des Konflikts 2014 nach Russland gelangten. Unabhängig überprüft werden konnte eine derart hohe Zahl jedoch nicht. Ukrainische Stellen haben für den Zeitraum seit Februar 2022 rund 19.500 Fälle dokumentiert, und Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.

In Russland, Belarus und den besetzten Gebieten sind die deportierten Kinder willkürlichen Einschränkungen und Umerziehungsversuchen ausgesetzt. Berichten zufolge dürfen sie dort häufig nicht Ukrainisch sprechen, werden in russische Ideologie eingebunden (etwa durch das Singen der russischen Hymne, geänderten Geschichtsunterricht und Beteiligung an paramilitärischen Jugendorganisationen) und unterliegen teils harter Disziplinierung und Bestrafung. Einige Kinder wurden sogar mit russischer Staatsbürgerschaft versehen und zur Adoption in russische Familien freigegeben, was als Versuch gewertet wird, ihre ukrainische Identität systematisch auszulöschen.

Die Verschleppung von Kindern gilt als schweres Kriegsverbrechen. Russland wurde deshalb bereits völkerrechtlich verurteilt und angeklagt – im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Wladimir Putin und Maria Lwowa-Belowa wegen illegaler Deportation ukrainischer Kinder. Darüber hinaus betrachten viele Beobachter diese systematische Praxis als genozidale Politik: Das gewaltsame Entziehen und „Russifizieren“ ukrainischer Kinder sei ein direkter Angriff auf die Existenz der ukrainischen Nation und erfülle damit nach Auffassung mancher Experten den Tatbestand des Völkermords.

Die Reise der Familien, um ihre Kinder mit der Unterstützung von Save Ukraine abzuholen, ist lang und gefährlich. Aber jede Mutter, deren Kind von den russischen Streitkräften verschleppt wurde, ist bereit, ihr Leben zu riskieren, um ihr Kind/ihre Kinder zu finden.

Der Rückführungsprozess ist teuer, ca. 2.500 EUR pro Kind, und beinhaltet die Kosten für die lange und riskante Reise, die Hotel- und Verpflegungskosten sowie die Verwaltungskosten. kleine herzen hat sich verpflichtet, Save Ukraine bei ihrer Mission zu unterstützen.

Bisher konnten wir die Rückführung von 60 Kindern finanzieren.

Bitte helfen Sie uns zu helfen! Ihre Unterstützung kann das Leben eines Kindes retten.

Alle Spenden werden in voller Höhe an Save Ukraine überwiesen.

 

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Was sind die Gründe für die geringe Rückführung?

Die geringe Zahl erfolgreich zurückgeführter ukrainischer Kinder hat mehrere komplexe und ernste Gründe:

Russische Blockade und fehlende Kooperation:
Russlands Behörden verweigern die offizielle Rückgabe ukrainischer Kinder und verzögern deren Repatriierung gezielt. Diese bewusst mangelnde Zusammenarbeit gilt als Hauptgrund für die äußerst geringe Zahl zurückgeführter Kinder.

Russifizierung und Adoption in Russland:
Viele verschleppte Kinder wurden in russischen Familien untergebracht, ihnen wurde die russische Staatsbürgerschaft erteilt und sie wurden zur Adoption freigegeben. Durch diese gezielte Integration der Kinder in Russland wird ihre Rückführung massiv erschwert bzw. faktisch verhindert.

Fehlende internationale Durchsetzungsmöglichkeiten:
Es gibt kein verbindliches Verfahren im Völkerrecht, um verschleppte Kinder zwangsweise zurückzuführen. UN-Resolutionen und Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs belegen zwar Russlands Verantwortung, lassen sich aber ohne russische Kooperation nicht praktisch durchsetzen.

Mangel an Informationen und Zugang:
Ohne russische Mitwirkung fehlen verlässliche Daten über den Verbleib vieler Kinder, und humanitärer Zugang zu den besetzten Gebieten besteht kaum. Kinder aufzuspüren und eindeutig zu identifizieren, ist daher extrem schwierig.

Sicherheitsrisiken und Kriegsbedingungen:
Die andauernden Kampfhandlungen sowie fehlende sichere Korridore verkomplizieren die Rückholung erheblich. Rettungsaktionen können oft nur unter hohen Risiken und großem logistischem Aufwand stattfinden.

Begrenzte Hilfs- und Vermittlungskapazitäten:
Aktuell erfolgen Rückführungen fast ausschließlich in kleinen Gruppen durch aufwendige Einzelaktionen (z. B. NGO-Missionen) oder diplomatische Vermittlungen. Pro Verhandlungsrunde können oft nur sehr wenige Kinder zurückgeholt werden, was den Gesamtfortschritt bremst.

Quelle: ohchr.org

Eine Generation in großer Gefahr.

Die Aggression Russlands hat dazu geführt, dass die Menschenrechte unzähliger ukrainischer Kinder verletzt wurden. Hunderte von Kindern wurden getötet oder verletzt, und Millionen von ihnen wurde die Möglichkeit verwehrt, ihre Grundrechte zu genießen, einschließlich Gesundheitsversorgung und Bildung.

Der Krieg hat auch zur internen und externen Vertreibung von Millionen von Menschen geführt, wodurch viele Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, von ihren Eltern oder Betreuern getrennt zu werden. Tausende ukrainische Kinder, darunter auch ganze Waisenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wurden an andere Orte in der Ukraine sowie in andere Mitgliedstaaten des Europarats und darüber hinaus evakuiert.

Bitte helfen Sie uns zu helfen! Ihre Unterstützung kann das Leben eines Kindes retten.

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